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Dashboard

Visuelle Uebersicht der wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit.

Definition

Ein gutes Dashboard zeigt 5-10 KPIs auf einer Seite. Tools: Looker Studio, Power BI, Tableau, oder einfache Spreadsheets fuer den Start.

In Ihrem Unternehmen

  • Erst KPIs definieren, dann Dashboard bauen
  • Pro Funktion eigenes Dashboard (Finanzen, Sales, Ops)
  • Woechentliches Review als Ritual

Drei Ebenen von Dashboards

Erstens: strategisches Dashboard fuer den Geschaeftsfuehrer und die GF-Runde. 5 bis 8 KPIs zu Umsatz, EBIT, Cashflow, Liquiditaet, Pipeline, NPS. Monatlich aktualisiert, in jeder GF-Sitzung gepruefte. Zweitens: operative Dashboards pro Abteilung (Vertrieb, Marketing, Operations, Finance, HR). 8 bis 15 KPIs pro Dashboard, woechentlich aktualisiert, in den jeweiligen Team-Meetings genutzt. Drittens: persoenliche Dashboards fuer einzelne Mitarbeiter (eigene Pipeline, eigene Ziele). Im DACH-Mittelstand fehlt oft die Ebene 1, weil die GF in operativen Details haengen bleibt. Strategisches Dashboard erzwingt den Helikopter-Blick.

Tools im DACH-Markt

Power BI von Microsoft dominiert im deutschen Mittelstand, weil oft Microsoft-Stack vorhanden und Lizenzkosten gering sind (10 Euro pro Nutzer pro Monat fuer Power BI Pro). Looker Studio (frueher Data Studio) von Google ist kostenlos und gut fuer Marketing-Dashboards. Tableau (40 bis 70 Euro pro Nutzer pro Monat) ist staerker bei komplexen Visualisierungen. DATEV-Auswertungen liefern fertige Finanz-Dashboards fuer GmbHs mit DATEV-Buchhaltung. Spezialloesungen wie Holistics, Metabase (Open Source) ergaenzen. Bei Einstiegsprojekten reicht oft Google Sheets oder Excel mit Pivottabellen als „Dashboard 0.1" - kein Tool ist besser als kein Dashboard.

Dashboard-Anti-Patterns

Vier Fehler dominieren. Erstens: zu viele KPIs (Dashboard mit 30 Zahlen wird ignoriert). Zweitens: Vanity Metrics (Webseiten-Besucher, Social-Media-Follower) statt Business-Metriken (Conversion, Umsatz pro Kanal). Drittens: keine Schwellwerte und keine Reaktionsmuster (rote Zahl, niemand handelt). Viertens: Dashboard wird einmal gebaut, dann nie wieder geupdated, KPI-Definitionen verlieren ihren Sinn. Best Practice: KPI-Liste alle 6 Monate kritisch ueberpruefen, irrelevant gewordene Kennzahlen streichen.

Haeufige Fragen

Welche Tools fuer den Einstieg in eine kleine GmbH?

Google Sheets oder Excel mit Pivottabellen und Diagrammen reicht fuer eine GmbH unter 2 Mio. Euro Umsatz. Datenimport via CSV oder einfache Konnektoren (z.B. Supermetrics, Sheetgo). Ab 2 Mio. Euro Umsatz lohnt sich Power BI oder Looker Studio mit echtem ETL-Prozess. Wichtig: Tool-Wahl ist sekundaer, KPI-Definition und konsequente Nutzung sind primaer.

Wer pflegt das Dashboard?

Pro Dashboard ein Owner: in der GF-Ebene typischerweise der CFO oder ein dedizierter Controller. Pro Abteilung der jeweilige Abteilungsleiter mit Unterstuetzung des Controllers. Bei kleineren GmbHs kombiniert in einer Person, oft Operations-Lead. Datenqualitaet ist die haeufigste Schwachstelle: wenn Mitarbeiter Daten manuell pflegen, sinkt Qualitaet schnell. Automatisierte Datenzufuhr aus ERP, CRM und Finanzsystem ist Pflicht.

Wie oft sollten Dashboards aktualisiert werden?

Strategische Dashboards monatlich, operative Dashboards woechentlich, persoenliche Dashboards taeglich. Real-Time-Dashboards sind selten sinnvoll, weil sie zu Mikromanagement verleiten. Ausnahme: operative Sicherheit (Server-Monitoring, Fertigungsanlagen-OEE).

Was kostet ein professionelles Dashboard-Setup?

Pilot mit Power BI oder Looker Studio fuer ein Dashboard: 3.000 bis 10.000 Euro Setup, 50 bis 200 Euro monatliche Lizenzkosten. Vollstaendiges Setup mit ETL, Datawarehouse, 5 Dashboards: 20.000 bis 60.000 Euro Setup, 300 bis 1.000 Euro monatlich. Enterprise mit dediziertem BI-Team: 100.000 Euro plus initial, ueber 2.000 Euro monatlich.

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